Eine neue Spezies macht sich breit: Der U-Bahn Trödler

Als Dein U-Bahn Ratgeber Nummer möchten wir uns heute mit einer Spezies beschäftigen, die mich schon so oft in den Wahnsinn getrieben hat:

Der U-Bahn Trödler / Schachtschleicher

Wo kommen Sie her? Wo wollen Sie hin? Warum sind sie da?

Der natürliche Lebensraum:
der gemeine U-Bahn Trödler, auch Schachtschleicher genannt hält sich am liebsten in  Durchgängen an klassischen Umsteigebahnhöfen auf. Dort fühlt er sich pudelwohl.

Sie sehen äußerlich zwar wie Menschen aus, sind aber in der Lage so langsam zu laufen wie es biophysikalisch schlichtweg nicht möglich ist – Menschen können einfach nicht so langsam laufen – Unabhängige Versuchsreihen haben dies bestätigt.

Der U-Bahn Trödler ist ein Einzelgänger,  er verfügt über die Fähigkeit, alleine einen Weg von 2-3 Metern Breite zu blockieren, hierfür wendet er Taktiken wie „das Pendeln“ an, was es schwer macht den Trödler zu überholen. Vor allem das Weibchen bedient sich hierfür zusätzlicher Hilfsmittel. Am häufigsten wurden bislang eine Tasche mit einem festen Boden und verstärkten Ecken über der linken Schulter und einem Regenschirm in der rechten Hand beobachtet. Während die Tasche wie eine Art Panzerabwehr starr in den Raum ragt, wird der Schirm mit einer Pendelbewegung arhythmisch in den rechten Raum gestoßen. So ist es dem Weibchen möglich einen fast doppelt so großen Raum zu blockieren wie das Männchen.

In einzelnen Fällen treten die U-Bahn Trödler auch in Rudeln auf.  So bilden sie nicht nur eine undurchdringbare Wand, sondern in Rudeln tritt die sogenannte Spirale des Langsamwerdens auf.

Der Anführer verlangsamt den Gang, weil er damit signalisieren möchte, dass die anderen bitte auf die exakt gleiche Höhe aufschließen sollen. Die anderen allerdings respektieren den  Anführer als den der die Richtung und das Tempo vorgibt und verlangsamen daraufhin ihr eigenes Schritttempo. Worauf der Anführer noch langsamer wird und sein Gefolge daraufhin sein Schritttempo verlangsamt… Dieses Phänomen tritt ab 2 U-Bahn-Trödlern fast automatisch auf, also als eine Art Urinstinkt.

In letzer Zeit wurde vermehrt eine Mutation des U-Bahn Trödlers gesichtet, allerdings ist noch nicht vollständig geklärt ob das Fahrrad ein bislang unbekanntes Hilfsmittel des einheimischen Schachtschleichers ist, oder ob es sich tatsächlich um eine Mutation oder gar gänzlich neue Spezies handelt.

Die Spawntheorie:
Wissenschaftler streiten sich noch darüber ob sich die Spezies in Ecken und Löchern verkriecht und immer nur dann herauskommt, sobald eine U-Bahn einfährt um ihrem Trieb – dem Trödeln nachzugehen. Da aber auch nach gründlichen Nachforschungen in den Tiefen Wegen keines dieser Nester  gefunden wurde, kam eine weitere Theorie auf: die Spawntheorie.

Diese besagt dass der Schachtschleicher  wie ein NPC in einem Computerspiel an den vorher markierten Punkten spawnt um die Umsteigewege zu blockieren.

Die Herkunft:
Bisher wissen wir lediglich, dass es sie gibt. Unklar ist nach wie vor wo sie ursprünglich herkommen.

Auch hierzu gibt es einige Theorien 3 davon setzten sich durch:
1. Die Evolution / Mutationstheorie:  Die Trödler sind ein abzweigender Schritt in der Evolution. Hier besagt die Theorie, dass der Ur-Trödler sich einst in den Tiefen Wegen verlaufen hat und mangels Nahrung dahingehend mutiert ist, dass er sich von dem Ärger der U-Bahn Fahrgäste nährt.

2. Der ausgebildete Trödler: Die Trödler treten vermehrt in der Nähe von Unis und Fachhochschulen auf, was den Verdacht nährt es gibt einen Studiengang dafür. Master of Schachtscheiching oder Diplomtrödler und die Spezies wird dort gezielt ausgebildet.

3. Die Terrortheorie:  Die Trödler werden in einem unterirdischen Labor in Bielefeld gezüchtet um in einem Akt des Terrors Zeit zu stehlen. Das heißt also eine bisher unbekannte Terrorzelle versucht so viel Zeit wie möglich zu stehlen, um die Volkswirtschaft von innen heraus zu vernichten.

Das wäre sehr schockierend, beängstigend und vielleicht auch ein bisschen paranoid und das sind wir hier doch wohl nicht.

Gib Deinen Senf dazu...

One Response

  1. Dr. Richard Koch-Löffler 20. Oktober 2014