Fahrrad-Ampel Gespräche – Kontakte knüpfen kann so schön sein

Ich bin begeisterter Fahrradfahrer – Täglich pendle ich 10km zur Arbeit und finde es super. Fast genauso super finde ich die vielen netten, sympathischen Menschen, die ich täglich dabei kennen lerne – An der Fahrrad-Ampel zum Beispiel.

Harmonische Gespräche an der Fahrrad-Ampel

Hier kommt es hier in Berlin immer wieder zu lustigen kleinen Wortgefechten.

Der SUV Depp

SUV Fahrer: Warum fährst Du Depp nicht auf dem Radweg?
Ich: Warum fährst Du Depp nicht im Gelände?
SUV Fahrer: einen SUV kann man auch auf der Straße fahren
Ich: Genau wie ein Fahrrad, Gleiches Recht für alle.

Hier ruht ein Radfahrer, der aber nicht mit Absicht tot gefahren wurde

Ich: Sie haben schon bemerkt, dass Sie mich gerade fast über den Haufen gefahren haben?
Frau: Ja, aber ich habe es ja nicht mit Absicht gemacht
Ich: Oh, da bin ich ja beruhigt, dass Sie mich nicht vorsätzlich tot fahren wollten.
Frau: Ich wurde selbst geschnitten, es war wirklich keine Absicht
Ich: Das wäre ein schöner Spruch für meinen Grabstein, einen schönen Tag noch.

Farbenblind?

Hier muss ich die Situation erst mal grundlegend erklären. Die Heerstraße in Berlin ist eine 6-spurige Hauptverkehrsstraße, daneben durch einen Grünstreifen abgetrennt ist jeweils noch eine Spur für parkende Autos und Fahrräder. An manchen Kreuzungen sind Ampeln, die den Verkehr regeln für die Autos, die in die kleinen Seitenstraßen mit den Hausnummern  46a bis 46b abbiegen – Das sind täglich so 2 – 4 PKW. Kein Biker wartet an dieser Fahrrad-Ampel grün ab, wenn niemand kommt, warum auch – es wird niemand gefährdet. Es gibt aber so Menschen, denen quillt vor Neid der im Mundwinkel entstehende Speichel über die Augen mitten ins Kleinhirn – so wie dieser sympathische Herr, der hinter mir an der Ampel stehen bleiben musste, während ich weiter fuhr. Später hat er mich dann überholt und angehalten um mit mir einen freundlichen Dialog zu beginnen

Wutgnom: Ey Du Arschloch – Bist Du farbenblind?
Ich: Naja, ich kann zumindest sehen, dass Dein Kopf ganz rot wird
Wutgnom: WAS WILLST DU DAMIT SAGEN (Anmerkung, die Äderchen an den Schläfen begannen zu pulsieren)
Ich: Wer sich aus blankem Neid so sehr über eine Nichtigkeit aufregt, für den ist so ein komplexer Sachverhalt schon eine Überforderung – Da läuft die Rübe schon mal ordentlich heiß.

Der Einbahnstraßen-Raudi

Einbahnstraßen-Raudi: Du dummes Arschloch! DAS ist eine Einbahnstraße und du fährst falsch!
Ich: Nein, tu ich nicht. Wenn Sie jetzt gleich weiter fahren, schauen Sie sich doch mal das kleine rechteckige Schild unter dem „Durchfahrt Verboten“ Schild an. Wenn Sie verstehen was da drauf steht, dürfen Sie sich für ihre Unwissenheit und ihren Umgangston schämen, nach hause fahren und sich in das Loch verkriechen, aus dem Sie heute morgen heraus gekrochen sind

Die Cabrio Tussi, die schimpfend an mir vorbei fuhr

Ich: Und was ist Ihr Problem?
Cabrio Tussi: Dass Du nicht auf dem Radweg fährst.
Ich: Gute Frau, das ist ein nicht benutzungspflichtiger Fahrradstreifen und die Nicht-Benutzung eines nicht-benutzungspflichtigen Fahrradstreifens ist nicht verboten.
Cabrio Tussi: Aber – Aber Trotzdem!
Ich: Was trotzdem?
Cabrio Tussi: Trotzdem musst Du den benutzen
Ich: Nein, denn es ist ja eben ein nicht benutzungspflichtiger Fahrradstreifen. Aber wenn die Straßenverkehrsordnung für Sie zu komplex ist, sollten Sie vielleicht besser Bus fahren.

 

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Wenn Du doch lieber U-Bahn fährst, dann ist dieser geniale Trick sicher hilfreich: So wirst Du nie wieder beim Schwarzfahren erwischt.

Einen etwas anderen Fahrradbericht, kannst Du hier lesen

 

 

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