Kontrageil EXKLUSIV – die neuen GEMA Tarife

Aus gut unterrichteten Kreisen haben wir von den neuen GEMA Tarifen erfahren, die ab 2015 gelten sollen.
So hat man herausgefunden, dass es Menschen gibt, die ganz herkömmliche Alltagsgegenstände dazu missbrauchen um GEMA lizenzierte Musik nachzuspielen. Weil es aber zu mühsam ist, jede dieser Aufführungen einzeln zu kontrollieren, hat man sich bei der GEMA dazu entschieden das Übel direkt an der Wurzel zu packen und erhebt ab 1.1.2015 Gebühren auf:

1. Papier
Auf Papier kann man auch Noten schreiben. Man könnte also theoretisch die Noten seines Lieblingskünstlers aufschreiben und zuhause heimlich nachsingen. Dieser Missstand wird behoben, indem ein Papierzuschlag von 0,617829 Cent pro Einzelblatt auf sämtliche Papiererzeugnisse erhoben wird. Etwas verwundert sind wir darüber dass es keinen ermäßigten Tarif für Klopapiert gibt, wahrscheinlich deshalb, weil auch Dieter Bohlen Songs GEMA geschützt sind.

2. Kekse
Eine neue Studie aus Bielefeld hat ergeben, dass Nachwuchskriminelle in der Lage sind rhytmisch Kekse zu kauen.  Deshalb wird ab 2015 ein einheitlicher Kekszuschlag erhoben. Der Tarif staffelt sich an der Qualität der Kekse, der Klangintensität und des Melodiequotienten, so sind Kekse mit Schokoladenüberzug mit 0,876321 Cent (pro Keks) zu veranschlagen, während Waffelgebäck aufgrund seines geräuschintensiveren Kauprozesses mit 0,98761 Cent (pro Keks) zu Buche schlagen.
Die 120 seitige Detailauflistung der Keks-Tarife veröffentlichen wir in Kürze, sobald uns diese Informationen vorliegen.
Hier regt sich allerdings bereits Widerstand, da der Verband der kartoffelverarbeitenden Industrie EInspruch einlegt, weil Chips eben keine Kekse sind, aber dennoch als Kekse veransschlagt werden. Hier wird ein eigenständiger Tarif für Knabberartikel gefordert.

3. Tiefkühlgemüse
Ja ganz recht: Seit Iglo seinen Spinat in portionierbare Würfel presst, ist es natürlich möglich eine Spinatschachtel als Rassel zu missbrauchen, nicht auszudenken wenn hier GEMA Musik in der Öffentlichkeit nachgerasselt wird.
Deshalb wird für jeden Spinatwürfel eine GEMA Gebühr von 0,6778 Cent erhoben,  Gorgonzala Würfel kosten dann zusätzlich 0,2176 Cent.  Der Blubb bleibt allerdings weiterhin kostenlos. „Wir wollen ja nicht die Bodenhaftung verlieren“ so GEMA Chef Harald Heker.

4. Kinder
Es kommt immer wieder vor, dass bereits Kleinkinder zu kriminellen Handlungen gedrängt werden, in dem Sie im Kindergarten und der Schule GEMA Musik singen. Oftmals sogar öffentlich bei diversen Schulaufführungen
Hierzu ergreift die GEMA einschneidende Maßnahmen. Zukünftig müssen Eltern für Kinder pauschal einen GEMA Betrag abführen. Damit das ganze nicht überbürokratisiert wird, möchte man dies mit einer Pauschale abdecken, also quasi einer Kinderflatrate.
Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 237,26 € pro Jahr. Allerings sind die Recherchen noch nicht ganz abgeschlossen, wieviel ein durchschnittliches Kind im Jahr tatsächlich singt und in wieweit der Kindertarif mit dem folgenden Tarif verrechnet werden kann.

5. Gehirn
Bislang hat sich die GEMA an USB Sticks, Festplatten, Kasetten, CD Rohlingen… usw. bereichert.
Völlig vernachlässigt hat man das größte irdisch bekannte Speichersystem – das menschliche Gehirn. Das wird sich nun ändern, so erwägt man eine Hirnsteuer. Ein besonders kniffliges Thema, weil wissenschlaftlich noch nicht final belegt ist, wieviel der menschlichen Gehirnkapazität mit dem gedanklichen abpielen von GEMA lizenzierter Musik belegt ist. Ebenso ist man sich im Unklaren ob man die sogenannte Joey Heindle-Ermäßigung für naturgemäß geringere Hirnkapazitäten veranschlagen soll.
ein genauer Tarif ist hier noch nicht bekannt, nur dass er sich zwischen 137,16 € und 489,04 € monatlich bewegen soll.

 

Wir halten diese neuen Tarife für nicht fair und rufen deshalb zur Aktion „Keine Kekse für die GEMA“ auf. Wir fordern alle freigeistlich denkenden Menschen dazu auf, zukünftig nur noch Mehl statt Kekse zu futtern. Guten Appetit !

 

4 Comments

  1. soundforscher 30. Januar 2013
  2. GEMIAN 4. November 2013
    • Achim G. Heim 7. November 2013
  3. Honk 27. Februar 2014