Initiative um den Beruf des Abmahnanwalts zu stärken.

 

Derzeit halten 2 Abmahnwellen die Internetgemeinde auf Trab. Berlins Wirtschafssenator ist davon so begeistert, dass er mehr innovative Unternehmen wie die Trade Buzzer UG in die Hauptstadt locken will.

Nur ein Abmahnanwalt ist ein guter Anwalt. Mehr Juristen für Berlin.

Die Berliner Trade Buzzer UG hat ein äußerst innovatives Geschäftsmodell in Berlin auf den Weg gebracht, das hoffentlich viele Nachahmer findet, so hofft Berlin und freut sich auf die steigenden Steuereinnahmen, die die leere Stadtkasse füllen sollen.

Hierzu sei es wichtig diesen inovativen Unternehmen eine gewisse Rechtssicherheit zu geben, damit sie ihr seriöses Geschäftsmodell solide aufbauen können , so ist aus dem Rathaus zu hören. Als erster Schritt wurde bereits ein Richter aus dem unterfränkischen Urspringen verpflichtet, der, weil Internet in den ländlichen Regionen kaum verbreitet ist, völlig unvoreingenommen und wahllos Urteile über Patent und Markenrechte aussprechen kann.
„Wir freuen uns über derartige Bündnisse zwischen Justiz und Wirtschaft – sie zeigt wie zukunftsfähig dieses Land ist – an innovativen Ideen mangelt es unseren Jungunternehmern nicht und das wollen wir weiter untertützen.“ Unterstützung erhält der Wirtschaftssenator von den frischgebackenen Inkompetenzträgern in Sachen Digitale Welt. Die neue Regierung hält das Thema „Internet“ für so wichtig und unverzichtbar, dass es sie die Kompetenzen gleich auf 3 Ministerien aufteilt, um sicher zu stellen, dass in diesem schnelllebigen digitalen Medium Entscheidung besonders gründlich und langwirig hin und her geschoben werden.

Der Grundstein ist damit gelegt und der Weg geebnet für kreative Abmahnanwälte.

Weiter ist aus der Senatsverwaltung zu hören, dass man plant eine Art Auktion durchzuführen, in der Teile des deutschen Wortschatzes samt anglizierter Redewendungen privatisiert wird.  So kann sich jeder künftige Abmahnanwalt einfach und unbürokratisch Markenrechte an einzelnen Wörtern aus dem Duden sichern. Bedingung hierfür ist es, dass die Kanzlei ihren Sitz in der Hauptsadt hat.

Das Problem an der Sache ist, dass irgendwann jeder für irgendwas abgemahnt wurde und der Makt damit gesättigt ist. Aber auch dafür hat man bereits einen Plan B in der Hinterhand. Eine Art Tauschbörse, wo die Markenrechte von Abmahnanwalt zu Abmahnanwalt  getauscht werden können. So wird es möglich sein, dass der gleiche Begriff nacheinander von mehren Anwälten abgemahnt werden kann.

Die ersten prominenten Unternehmen haben bereits Interesse bekundet. So will sich Apple die Markenrechte für Facebook sichern um ihr Macbook zukünftig Facebook nennen zu können und Mark Zuckerberg dafür bezahlen zu lassen. Facebook, hingegen ist schwer an den Rechten für sämtlichen Katzennamen interessiert um seine User direkt und ohne Umwege abmahnen zu können.

Ich selbst habe mich bereits für die Markenrechte an Silvie van der Vaart und dem Wort „irre“ vorregistriert. Damit werde ich die Bildzeitung dann in Grund und Boden klagen. Die Rechte für „Sonne“ und „Regen“ scheinen an die neu gegründete Kanzlei „Abzocker und Partner“ zu gehen, die bereits Gespräche mit dem Deutschen Wetterdienst über Lizenzen aufgenommen hat.

In diesem Sinne gebe ich ab an die (an) geschlossenen Anstalten.

Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von onnola