30 Jahre Formel 1 – die kontrageilsten 80er Jahre Songs

80er JahreDie 80er Jahre, genauer gesagt: 5. April 1983 21.00 Uhr, Peter Illmann begrüsst und zur ersten Ausgabe von Formel 1.  30 Jahre soll das her sein, als wir uns vor dem Videorekorder platziert haben um uns mehr oder weniger gute Musikvideos aufzunehmen damit wir diese dann stolz wie Bolle ins Regal zu stellen. Ich selbst kenne das glücklicherweise nur von meinem Bruder, denn mit zarten 8 Jahren habe ich mich damals mehr für Lego und Playmobil interessiert, als für NDW und Synthiepop.  Es folgte ein irgendwie echt gruseliges Jahrzehnt, da war viel hübsches aber auch sehr viel schlechtes im musikalischen Angebot.  Wir wollen uns heute an die besonders gruseligen Songs der 80er Jahre erinnen – Jawoll ! Brechreiz abgeschalten, Fremdschämfaktor hochdrehen und los gehts.

 

1. Cutting Crew – I just died in your arms tonight.
Eines meiner ganz persönlichen Hasslieder aus den 80ern. Ja und auch etwas peinlich, denn ich habe das volle Album. Die Kopfgärtner haben es ja geschafft 12 mal exakt den gleichen Song aufzunehmen. Erfolgreich war glücklicherweise nur dieser hier. Alleine wenn dieses „Haaaaaaah“ etwas tuckig zu Beginn ertönt muss ich weg.

2. C.C. Catch – Strangers by the Night
Dieter Bohles Resteverwerterin – Sie durfte ja bekanntlich die Songs trällern, die selbt Herrn Bohlen zu gruselig waren – Beängstigend. Man beachte vor allem den Typen in dem Video: Wenn man seine Frisur aufbläst ergibt das exakt die gleiche Matte wie die von C.C. Catch. Wäre ein witziges Ende des Videos gewesen: Strohhalm reinstecken pusten und PLOPP – Verwandlung.

3. Edelweiss – Bring me Edelweiß
Na ? hattet Ihr den auch schon erfolgreich verdrängt ? So ganz tief vergraben und falls ihr die Platte Euer eigen nennen dürft irgendwo in der Speisekammer hinter dem Sauerkraut versteckt, wo man es bestenfalls beim Umzug wieder findet ? Zu dem Zeitpunkt waren die 80er Jahre zwar schon fast Geschichte, aber kurz vor Ende wurde uns noch dieses Juwel geschenkt.

4. Rick Astley – Never gonna give you up
Es ist schwer aus allen Stock Aitken Waterman Produktionen eine Worst Of Liste zu erstellen. Rick Astley ist da auf jeden Fall ganz vorne dabei. Alleine der Tanzstil – Besser kann man das Klischee des arythmischen Weißen nicht darstellen, gabs dafür eigentlich nen Oskar ?

5. Stephnie von Monacco – Iresistible
Das ist die Manifestation von dünner Stimme auf langweiligem Song. Ok, heute würde man das 3 mal durch den Rechner jagen und Rihanna hätte nen neuen Hit – Damals hat’s dafür halt ne Prinzessin gebraucht

6.  Mixed Emotions – Maria ?
Alleine schon der Versuch von Drafi Deutscher sich einen „Schönling“ zu schnappen um nochmal schön Kasse zu machen hatte schon was von Realsatire. Videos gibt es von diesem phänomenalen Duo leider so gut wie keine, dafür bin ich auf dieses Fundstück gestoßen.  Finger weg vom Alkohol Drafi !

7. Mel & Kim – Respectable
Grundgütiger, die weiblichen Klone von Milli Vanilli hatte ich auch schon völlig vergessen. Dieser Standard-Plastikbeat und die Bontempi Synthianwandlungen… Das kann man schlechter kaum machen. Aber lustig auf jeden Fall : Sagt Euren Freunden doch mal dass Ihr Mel & Kim totaaaaal töfte findet und alle Platten habt.

8. Dieter Bohlen
Moment mal, wird sich der ein oder andere wohl denken. Wo bleibt denn Modern Talking… Natürlich würden wir die niemals vergessen, aber wer glaubt,  dass Modern Talking schon der Gipfel an Geschmacklosigkeit und lieblos hingeklatschter Retortenmukke ist, der hat definitiv Blue System vergessen… Na ? Na ? Alte Wunden aufgerissen ? Sorry das wollte ich nicht. Leider ist dieses Überbleibsel der 80er Jahre immer noch aktiv -.-

9. Sandra – Maria Magdalena
Puh das ist so nichtssagend langweilig, so ganz ohne Profil, so ganz ohne alles. Sandra ist eine Fußnote der Popmusik. Ach und ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich stolzer Besitzer beider LPs von Sandra bin. Sehr schön sieht man im Video auch, wie man in den 80ern noch verzweifelt versucht hat, vorzugaukeln die Musik käme von echten Instrumenten, denn genau wie bei Modern Talking keine Gitarren zu hören sind, gibts bei Sandra kein Schlagzeug.

Foto: selbst fotografiert von meiner persönlichen Plattensammlung (neidisch ?)