Eurovision Songcontest – die kontrageilsten Beiträge aller Zeiten

Alle Jahre wieder. Lustige Künstler aus ganz Europa treffen sich beim Eurovision Songcontest zum großen Casting ähm Voting. Als Dein Eurovision Songcontest Ratgeber Nummer1 haben wir  die schlechtesten Beiträge der Vergangenheit zusammen gestellt. In den letzten Jahren verschmolzen die Songs ja zu irgendeinem Einheitsbrei aus Folklore, Dance und Polunderpop. Ich will hier nicht mehr über die russischen Omas sprechen, vielmehr habe ich mich weiter in die Vergangenheit gewagt – in die dunkle Vergangenheit – in die dunkelsten Ecken der Geschichte des Eurovision Songcontests um echte Perlen für Euch zu finden.

Die kontrageilsten Eurovision Songcontest Beiträge aller Zeiten

2008 – Latvia:  Pirates of the Sea

Nun, da wollte wohl jemand etwas von dem Erfolg von Captain Jack Sparrow abhaben und so tummelte sich eine Mischung aus Maskara-Piratengang und einem stupiden Hi Hi Ho, Hi Hi Heyauf der Bühne… Großartig!

1990 Norwegen: Brandenburger Tor

In all den Jahren Eurovision Songcontest ist mir ein Beitrag immer im Gedächtnis geblieben.  Einfach weil die Mischung aus norwegischem Text und dem deutschen etwas harsch ausgesprochenen und eher an die Zeiten vor der Deutschen Teilung erinnernden „Brandenburger Tor“ im Refrain einfach zu geil ist. Nochmal, damit man das versteht: Eine norwegische Kapelle besingt auf norwegisch die deutsche Geschichte… Allein das ist schon ein Knaller, aber hört selbst:

2007 Ukraine: Verka Serduchka: Lasha Tumbai

Also mit diesem Song habe ich meine damaligen Arbeitskollegen durch tägliches mehrfaches abspielen des Beitrags von Verka Serduchka in den Wahnsinn getrieben. Ich jedenfalls hatte Spass dabei. DANCING!  Ein silbrig glänzender Karlson vom Dach auf die Bühne mit Stern statt Propeller. Ganz so kontrageil ist der Beitrag allerdings gar nicht, wenn man die Geschichte dazu kennt. Verka Serduchka ist sowas wie die ukrainische Version von Stefan Raab und Lasha Tumbai sollte in Phonetik an Russia Good Bye erinnern, also ein netter Abschiedssong der Ukraine für Russland. Aber 7 – 7 – Ailulu ist einfach phänomenal. (Nachtrag: 17.März 2014: Das ganze bekommt durch die aktuellen Ereignisse in der Ukraine natürlich einen etwas anderen Beigeschmack, dennoch dieser Beitrag hat sich seinen Platz in der Eurovision Songcontest Hall of Fame verdient)

2003 Österreich: Alf Poier: Weil der Mensch zählt

Einer der wenigen Finalbeiträge unserer Nachbarn. Auch damit habe ich mir viele viele Freunde gemacht, da ich den Text komplett mitsingen konnte. Natürlich ausschließlich deshalb weil der Song an Dämlichkeit kaum zu überbieten ist. Schlecht auch deshalb weil es der verzweifelte Versuch der Österreicher ist, an dem raabschen Waddehaddedudeda (Eurovision Songcontest Stockholm 2000) in Sachen Klamauk anzuknüpfen. Aber wer jetzt glaubt, die Ösis können nicht rocken sollte dringend bis 1:44 durchhalten. Na ? das fetzt, gelle?

2008: Deutschland: No Angels: Disapear

Eigentlich sollten die Mädels ja etwas Bühnenerfahrung haben. Platten haben sie genug verkauft, Konzerte auch viele gegeben und dann die Blamage beim Eurovision Songcontest. Grundgütiger das war noch um einen ganzen Zacken schlechter als Gracia… obwohl… Ne, aber mindestens genauso schlecht und höchstens genauso professionell. Das war echt gruselig. Fängt zwar langweilig aber doch belanglos an, und verhagelt im Refrain einem durchschnittlich musikalisch interessierten Menschen den Brokkoli. 4 Frauen singen kreuz und quer durch die Halle, asynchron wie ein Wackelpudding, an den man so drandotzt und schräg wie der Turm von Pisa.

Na komm den Graciösen Totalausfall muss man doch bei der Gelegenheit auch nochmal fix zelebrieren.

2012 San Marino: Valentine Monetta: Facebook

Eurovision Songcontest ohne Ralph Siegel? Nein das geht gar nicht, auch wenn wir Deutschen den alten Mann traditionell verschmähen, lässt er sich nicht davon abhalten für andere Länder zu produzieren  – und wie hip – Meine Güte. Dennoch: Ins Finale hat es der Song nicht geschafft, >> und alle so ohhhhh << aber das macht ihn nicht weniger schlecht. Für San Marino hat Ralf Siegel dieses Machwerk verbrochen, mit dem verzweifelten Versuch einen hippen Song abzuliefern, der in Sachen „fremdschämen“ den Englisch Versuchen von unserem Mr. Westerwave in nichts nachsteht. Und weil Ralf Siegel so herrlich einfältig ist, dachte sich der Gute wohl „Hey alle mögen Facebook, da machen wir einen Song zu und gewinnen das Ding“ Guter Plan! Eine besondere Erwähnung verdient das Video. Eine durchschnittlich aussehende End-20igerin,  wird gestylt wie ein 15 Jähriger Teenie und schwärmt in der Kinderzimmerkulisse über Chats auf dem blauen Netzwerk – Respekt!

How about a little Chat ? Teilt uns Eure kontrageilsten Eurovision Songcontest Erinnerungen mit… Wo ? Natürlich auf uh oh oh Facebook.

 

3 Comments

  1. Die rechte Hand des Inspektors 15. Mai 2013
    • Achim G. Heim 15. Mai 2013
      • Die rechte Hand des Inspektors 15. Mai 2013