EXKLUSIV: Interview mit Agrarminister Christian Schmidt

Agrarminister Christian Schmidt möchte erreichen, dass mehr Schweinefleisch konsumiert wird und dass vegetarische Produkte nicht mehr so heißen wie ihre fleischlichen Vorbilder. Das ist nur verständlich, schließlich stammt die Wurst eben vom Wurst-Tier ab und eine vegetarische Wurst verunsichert den Fleischfreund – Ein Skandal, wenn man dem Verbraucher einfach so pflanzliche Produkte in sein geschreddertes Tiergedärm mischt. Da freut es uns, dass sich der Schweineminister Christian Schmidt endlich den wichtigen Problemen unserer Welt widmet und energisch dagegen vorgehen will. Deshalb haben wir ihn zu einem kurzen Interview getroffen.

Interview mit Schweinelobbyist Agrarminister Christian Schmidt

Herr Schmidt, Sie möchten erreichen, dass in Schulen und Kindergärten mehr Schweinefleisch gegessen wird. Warum liegt ihnen Schweinefleisch so am Herzen?

nun, die Fleischlobby empfiehlt….. Verzeihung….. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren wöchentlich 40 Kilo Schweinefleisch. Ich komme also lediglich der Empfehlung meiner Auftraggeber….. Verzeihung…. den Forderungen nach einer kindgerechten gesunden Ernährung nach.

Das ist falsch Herr Schmidt, die WHO empfiehlt 300-500 Gramm Fleisch pro Woche für einen Erwachsenen Menschen

Ich denke das kann die fleischverarbeitende Industrie in der Gesamtheit besser beurteilen. Mein Veterinärarzt hat mir erst kürzlich einen gefährlichen Schweinefleischmangel diagnostiziert und seit ich täglich 3 Schweinshaxen esse, geht es mir wieder gut. Und außerdem haben wir die Verpflichtung gegenüber künftigen Generationen unsere Hochkultur des Schweinebratens und der Tierqualen zu beschützen.

Naja, lassen wir das mal so stehen. Aber Ihr Vorschlag klingt dennoch nicht nach einer ausgewogenen Ernährung

Das kommt ganz auf die Zusammensetzung der Gerichte an. Schweineschnitzel, dazu einen gesunden Fleischsalat und ein Glas Wurstwasser. Da ist alles dabei, was ein junger Mensch braucht

Kein Gemüse, kein Salat?

Ich sagte doch „Fleischsalat“

Das ist kein Salat

Natürlich ist das Salat – Sonst würde ich es doch wegen seiner irreführenden Bezeichnung verbieten.

Das macht natürlich Sinn.
Guten Appetit Herr Schmidt

Danke, ich treffe mich jetzt mit Herrn Vogelsang bei einer Schnitzelorgie.

 

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