Frau Merkel im Interview: Demokratie ist wenn ich es sage

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In unserem Mittwochsinterview haben wir uns diemal mit Frau Merkel unterhalten. Am Rande des Minigipfels haben wir ein offenes entspanntes Gespräch mit der Kanzlerin geführt und einiges über ihr Demokratieverständnis, ihre Beziehung zur EU und Herrn Juncker und ihre Meinung zum deutschen Volk erfahren.

Mittwochsinterview mit Frau Merkel

Frau Merkel, Sie haben sich jetzt relativ spät klar für Jean Claude Juncker ausgesprochen. Direkt nach der Wahl klang das aber noch ganz anders. Was haben Sie denn eigentlich gegen Herrn Juncker ?

Im Prinzip gar nichts, aber es kann ja nicht sein, dass der EU Kommissionspräsident mir auf Augenhöhe begnet. Verstehen Sie ? also ich meine, am Ende gibt er mir auch noch Widerworte und auf EU Ebene kann ich ihn nicht einfach so wegbefördern.

Aber das Volk hat doch klar für Herrn Juncker votiert.

Ach wirklich ? Wer war den auf den CDU Wahlkplakaten zu sehen ? Doch wohl ich !

Aber Sie standen ja gar nicht zur Wahl, Frau Merkel

Natürlich nicht, aber glauben Sie ernsthaft  irgendjemand hat verstanden was er da am 25. Mai gewählt hat ? Ok, vielleicht ein paar Bürgerinnern und Bürger schon, aber das waren ja sicher keine CDU Wähler.

Aber dennoch war diese Wahl doch eine demokratische Entscheidung des Volkes

Wissen Sie, Demokratie ist ja ein wichtiges Gut in unserer freiheitlichen Gesellschaft, aber das gilt doch zweifelsohne nur dann wenn das Volk auch begreift was eine bestimmte Entscheidung bedeutet. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss eben eine Einzelperson diese demokratische Entscheidung treffen, notfalls auch über die Köpfe der Wählerinnen und Wähler hinweg.

Frau Merkel, das klingt aber nicht gerade nach einer Demokratie, Wann ist Demokratie denn demokratisch, Frau Merkel.

Wenn ich es sage und solange meine Machtbasis nicht bedroht ist

Das heißt also, dass die Diskussion um den Kommissionspräsidenten letztendlich ihre Machtbasis bedroht hätte ?

Natürlich, immer mehr Menschen sind aus mir unerfindlichen Gründen der Meinung dass der gemeinsam aufgestellte Spitzenkandidat auch der Präsident werden sollte. Und da halte ich immer mit der alternativlosen Alternativlosigkeit. Und wenn sich das Volk eine dynamische Meinung bildet, dann wechsel ich ganz schnell die Seiten, schließlich habe ich es so geschafft durch völliges Desintesse am Volk in die dritte Amtszeit gewählt zu werden

Aber ihr ursprüngliches Problem mit der Augenhöhe zu Herrn Juncker hat sich damit ja nicht gelöst

Ach wirklich ? Sehen sie um das Problem kümmern sich jetzt doch der Schwede, der Käsekopp, und der Inselaffe. Und ich kann in meiner Paraderolle glänzen, nämlich mahnend ein Pro auf die Domokratie singen, ernte dafür vom deutschen Stimmvieh Lob, Respekt und Anerkennung, am Ende demontieren andere dann die EU und ich kann dann einen neuen Kandidaten aus dem Hut zaubern.

Verstehe, haben Sie da schon wen im Auge ?

Nicht konkret, aber Norbet Röttgen wäre ja frei und der hat sich in der Vergangenheit als herausragender Ja-Sager und Abnicker bereits meinen Respekt verdient, da traue ich es ihm durchaus zu, meinen Willen im Europarat zu vertreten.

Dann dürfen wir uns also auf eine dynamische und zukunftsweisende EU freuen.
Frau Merkel, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview

Ja Ja.

 

Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von DonkeyHotey

 

 

 

 

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