Ursula von der Leyen: Ich wäre lieber Außenminister

Wir trafen Ursula von der Leyen zum Montagsinterview und haben mir Ihr über Ihre Position als Verteidigungsministerin, ihre Kollegen und die Ukraine gesprochen und eine ungewohnt offene und ehrliche Bundesministerin kennen gelernt.

Ursula von der Leyen im Interview

Guten Tag Frau von der Leyen, wir freuen uns über dieses Interview und ich bedanke mich dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben

Ach, ich bin doch froh, dass sich überhaupt mal wieder jemand für mich interessiert

Oh, was soll das heißen ? Sind sie in ihrem Job als Verteidigungsministerin nicht ausgelastet ?

Wissen Sie, das habe ich mir alles ganz anders vorgestellt. Ich glänze in einem Amt in dem man nicht viel falsch machen kann. Ich strebe einige Reformen an, die gesellschaftspolitisch gut ankommen und wenn sie doch einschneidend sind, es es auch egal ist, weil es die Bevölkerung ja nicht unmittelbar betrifft. Ich lasse mich prestigeträchtig zwischen Bundeswehrsoldaten ablichten, die gezwungen werden mir respektvoll die Hand zu schütteln. Militärparaden mir zu Ehren. Und nachdem ich mich 4 Jahre lang hervorragend inszeniert habe werde ich die neue Kanzlerin.

Ok das klingt doch nach einem Plan

Ja so war der Plan, aber dann fällt es den Idioten in der Ukraine ein zu rebellieren und treiben das Land an den Rand eines Bürgerkriegs. Eine Situation in der ich theoretisch eine Rolle spielen würde, aber alle Kameras sind auf den ollen Steinmeier gerichtet. Dieser falsche, hinterhältige Sohn einer… Verzeihen sie mir meinen Ausbruch, aber es ist doch wahr – Wann immer ein Medium über die Ukraine berichtet, wird Herr Steinmeier befragt und nicht ich. Ich durfte lediglich die freigelassenen Geiseln vom Flughafen abholen – Aber auch da stand ich nur in der zweiten Reihe, weil aus einem mir unerfindlichen Grund die Journalisten die Geiseln interviewt haben und nicht mich.

Hinzu kommt, dass diese überflüssige Russland – Ukraine Krise alle Medienplätze vereinnahmt und sich niemand für meine Reformen interessiert. Ich habe lediglich eine kurze Meldung zu meinem Einsatz mehr Fette zur Bundeswehr zu holen bekommen, statt des geplanten Respekts für diese Toleranzoffensive.

Frau von der Leyen, haben Sie diese Idee etwa nur wegen des Respekts vorgetragen ?

Natürlich, die Moppel sind mir doch völlig egal und jetzt habe ich das Pulver verschossen – Das ist sehr ärgerlich.

Frau von der Leyen, lassen Sie uns noch einmal auf die Ukraine zurückkommen. Sie halten den Konflikt für überflüssig ?

Ja natürlich ! schließlich lenkt er nur von den wirklich wichtigen Dingen ab – nämlich mich.

Aber immerhin hat man sie in diverse Talkshows zu dem Thema eingeladen.

Aber doch nur weil Mister Wichtig bei irgendwelchen Deeskalationsverhandlungen war. Ich durfte dort ja nur von Frau Merkel im Vorfeld aufgeschriebene Antworten runterbeten und das Lob hat dann wieder Frank Walter bekommen.

Fühlen sich als Verteidigungsministerin gar unterfordert ?

Ach, unterfordert. Ich bin doch nicht PR Ministerin – oh Pardon – Verteidigungsministerin geworden um gefordert zu werden. Ich wollte mich inszenieren und meine Mediengeilheit zelebrieren. Aber so hätte ich auch Arbeitsminiterin bleiben – sogar die doofe Nahles bekommt mir ihrer beknackten Rentenidee mehr PR als ich.

Verstehe, was wären sie denn gerne stattdessen ?

Im Moment wäre  ich gerne Außenministerin.

Für den Moment ?

Solange bis ich und genug Kamerapräsenz hatte.

Ok, und danach ?

Danach wird sich zeigen wohin die Kameras gerichtet sind. Da werde ich dann gebraucht.

Das ist ein schöner Schlusssatz.
Vielen Dank Frau von der Leyen für Dieses Interview.

Vielen Dank Herr Heim

 

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