Capri Sonne – Public Relations mal anders

Capri Sonne

Capri Sonne ist für den diesjährigen goldenen Windbeutel nominiert.

Das ist der Preis für die dreisteste Werbelüge, dahinter steckt foodwatch.de und die sorgen jährlich für jede Menge Spass. Was passiert wenn ein Unternehmen auf diese Nominierung kontraproduktiv reagiert, sehen wir gerade am Fall Capri Sonne.  Foodwatch behauptet  dass in Capri Sonne nur Wasser und Zucker steckt und für Kinder völlig ungeeignet ist. Frech, gelle ? Wir Kinder der 70er greifen ja lediglich in einem Anflug von Nostalgie zu den Tütchen und stellen im Anschluss daran fest, wie pappsüß das Zeug eigentlich ist. Das alles können die Wild Werke / Sisi Werke nicht auf sich sitzen lassen, schließlich produzieren die Wild Werke 1a chemische Aromastoffe – nicht erwiesen ist, ob diese auch biologisch abbaubar sind, so unser wissenschaftlicher Berater Dr. Jügen Jablonsky. Man munkelt sogar dass Abfall LKWweise nach  Gorleben gekarrt wurde. Alles was irgendie zu schmecken scheint, wandert in unser Joghurts, Limonaden und Süßigkeiten. Als Reaktion auf die Nominierung gab Capri Sonne also  eine Pressemitteilung heraus in der sie klar stellt:

„Es ist nicht richtig, dass Capri Sonne an Kinder vermarktet wird“

Dieser Satz hat in etwa den gleichen Wahrheitsgehalt wie „Ich hatte niemals Sex mit Monica Lewinsky“ und steht auch der Aussage „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ in nichts nach. Tja PR ist ein schwieriges Business. Aber in einem Zeitalter wo man PR-Manager durch Social Media Manager ersetzt hat, die dem dümmsten Job der Nation aussüben dürfen, aber wie Hippster auftreten und Divengehabe ausleben können, ist das mit der PR so eine Sache.  Da holt man gern mal haarsträubende Argumente vor und begründet diese offensichtliche Lüge damit: „Capri-Sonne werde zu „90 bis 95 Prozent von Erwachsenen – überwiegend Müttern – eingekauft“ Dass der durchschnittlich 5-10 Jährige eher selten durch Supermarktregale streift, hat natürlich überhaupt nichts mit dieser Theorie zu tun.
Foodwatch hat auf diese legendäre Aussage mit einem großartigen Video reagiert:

Jetzt könnte man meinen, hinter einer PR Aussage steckt ein klein wenig Durhchaltevermögen. Aber die Wild/Sisi Werke spielen lieber das Fähnchen im Wind und haben in dieser Woche ihr werbliches Unterrichtsmaterial zurückgezogen. Versteh ich nicht, schließlich wird doch Capri Sonne gar nicht an Kinder vermarktet.

Alleine um zu sehen, was die PR Nappel in Eppelheim/Heidelberg noch so auf Lager haben, empfehlen wir dringend für Capri Sonne zu voten.

Liebe Sisi-Werke, für den Fall dass ihr wieder einmal auf einen Vorwurf reagieren müsst, haben wir hier einen Baukausten zusammgestellt, an dem ihr Euch gerne bedienen könnt.

– Es ist nicht richtig, dass Capri Sonne nach Sonne schmeckt
– Kinder die Capri Sonne trinken werden ausschließlich dann fett, wenn sie sich auch nicht bewegen und auch noch andere zuckerhaltige Produkte zu sich nehmen
– Wir weisen den Vorwurf, dass Capri Sonne Orangen enthält, entschieden zurück
– Es ist nicht richtig, dasss unsere neue sportlich-coole Erlebnissorte Cool Summer Sport ersetzt
– Wir haben künstliche Süßsstoffe durch wertvollen Kristallzucker ersetzt
– Wir weisen in der Produktbeschreibung ausdrücklich darauf hin, dass der Konsum des zuckerangereicherten „Elfentrank“ Mädchenherzen höher schlagen lässt